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Meine Geburt

Am 2. April 1997 erblickte ich nach einem normalen Schwangerschaftsverlauf, in der 36. Woche das Licht dieser Welt. Ich wog 3440g und war 53 cm groß. Weil meine Körpertemperatur sehr niedrig war, sah ich etwas bläulich aus und deshalb kam ich vorläufig in ein Wärmebettchen. Zum Glück hat sich die Temperatur schnell normalisiert. Ich fand es im Wärmebettchen so gemütlich, dass vom ersten Tag an durchschlief. Sogar zu den Mahlzeiten musste ich geweckt werden.

Bereits am 2. Tag habe ich Mama einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Ich konnte atmen und ich konnte trinken, aber beides gleichzeitig konnte ich nicht. Ich trank, ohne Luft zu holen und lief dabei jedes Mal blau an. Die Ärzte fanden das nicht so gut und ich wurde an so komische Geräte angeschlossen. Nun hatte ich plötzlich überall Kabel zum Messen meiner Herztöne und der Sauerstoffsättigung, die immer höllisch piepten wenn ich trank. Zusätzlich musste mir Mama nun bei den Mahlzeiten auch noch eine Sauerstoffmaske über die Nase halten. Das hat leider nicht viel gebracht und so konnte ich nur mit ganz vielen Pausen gefüttert werden, damit sich meine Sauerstoffsättigung zwischendurch wieder normalisieren konnte.

Nach einer Woche wurde den Ärzten das zu dumm und ich wurde in die neurologische Abteilung eines 50 km entfernten Kinderkrankenhauses verlegt. Dort sollte ein Langzeit-EEG gemacht werden, um zu sehen, ob ich diese Sauerstoffabfälle auch im Schlaf hatte und ob bei mir eine Epilepsieneigung bestand. Das EEG und auch alle anderen Tests waren unauffällig. Kurz bevor ich zurück in das erste Krankenhaus sollte, meinte die Stationsärztin, sie hätte bei mir ein Herzgeräusch gehört und ich hätte vielleicht einen Herzfehler. Der Chefarzt und die anderen Ärzte hörten angeblich nichts. Trotzdem wurde nun auch noch mein Herz untersucht, „ALLES NORMAL“, sagten sie meinen Eltern. Im Bericht des Krankenhauses, den Mama leider nie bekommen hat, muss ewas anderes gestanden haben. Erst 4 Jahre später stand nämlich in einem anderen Bericht des Krankenhauses, dass man damals von einem Systolikum mit kleinem persitierenden PDA berichtet hatte.

Für weitere vier Tage musste ich nun in mein altes Krankenhaus zurück.  Nach noch mehr ergebnislosen Tests, durfte ich dann endlich ohne Überwachung nach Hause. Dort gefiel es mir schon wesentlich besser. Nach ein paar Tagen konnte ich schon ohne Pause eine ganze Flasche leer trinken und wurde auch nicht mehr blau dabei.

 

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